Sonntag, 21. Februar 2021

Lesestoff für den Flug


Eine liebe Geschichte mit Reisetagebüchern
Die Erfinderin der Unlogik
Hier bestellen als e-book und als Print






Vogel als Brandstifter
Red fängt Zackenbarsch

Madeira-Alltag

Nicht aufgepasst
Der verschwundene Briefumschlag

Ilona aus der Altstadt
Warten auf Gäste

Begegnung auf der Uferpromenade
Der arme Onkel von Christiano Ronaldo

Corona-Pandemie
Die Litanei eines Rechtsanwaltes

Kommentar einer Bekannten
Neidisch auf Vater und auf mich

Wie die Gämsen
Wenn der Bus woanders hält

Sorgen gemacht
So kann man auch Portugiesisch lernen

Streit im Internet
Wenn deutsche Medien von Influenzern gefüttert werden

Mit dem Bus in die City
Petrus zieht den Nebelvorhang beiseite


12. bis 21. Februar
Karneval auf Madeira

Reisenotizen

Morgens in Funchal.
Vor Reise 3
Hat Ta recht?
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Die vierte Reise

Zum ersten Mal auf Deutsch und Portugiesisch
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Die vierte Reise
Madeira als Zauberwort
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Nach der vierten Reise
Blog und Ferienhaus finden
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Die fünfte Reise
Dieses Mal südwestlicher
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Neue Broschüre
Wieder mit Madeira-Tagebuch
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Blog-Statistik
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EM-Reise
Ohne Frau, die Ronaldo nicht mag 
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Busunglück im April
Busfahrer droht Anklage
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Erdbeben
Tausende flüchten aus ihren Häusern
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EM-Reise
Muss leider verschoben werden
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Sechste Reise
Noch nicht verwirrt

Weihnachten
Auf der "Insel der Seligen"

Ursula von der Leyen
In Spendierhosen

Corona-Virus
Wieder Fähre nach Porto Santo

Reisetagebücher

Madeira-der Landeanflug. 
Die erste Reise
18. bis 25. Dezember 2018
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Die zweite Reise

5. bis 21. Februar 2019
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Die dritte Reise

11. bis 25. April 2019
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Die vierte Reise
6. bis 20. Juni 2019
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Die fünfte Reise
7. bis 14. Januar 2020
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Die sechste Reise
1. bis 15. September 2020

Die letzte Reise
5. Januar 2021 bis...

Reisebilderbogen

Webcam Funchal Jachthafen
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Funchal im Dezember 2018
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Madeira im Februar 2019
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Ostern auf der Blumeninsel
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Es wird Sommer
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Kunst auf Türen in Funchal
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Dieses Mal in Estreito da Calheta
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Blumen- und Winzerfest im September 2020

Der Umzugs-Monat Januar
Siebter Flug nach Madeira

Corona-Virus

Blumenfest verschoben.
Foto: Visit Madeira
Dänisches Ehepaar ignoriert Quarantäne

Kopenhagen/Funchal. Der Sohn erkrankt
am 1. März in Kopenhagen am Corona-Virus,
auch die Eltern werden isoliert. Doch
darum kümmern sich die Eltern nicht,
sie fliegen am Sonntag nach Madeira,
um Urlaub zu machen. Die dänischen
Gesundheitsbehörden informieren
die Gesundheitsbehörden in Portugal.

Seitdem sitzt das dänische Paar in seinem Hotelzimmer
in Funchal. Die beiden sollen sich bei ihrem Sohn nicht
angesteckt haben. Auf Madeira gibt es bisher vier weitere Verdachtsfälle:

Zwei Italien-Urlauber sind im Krankenhaus von Funchal
inzwischen negativ getestet worden, zwei Ergebnisse
stehen noch aus.


Quelle: Expresso, 9. März 2020

14 Tage Isolation

17. März 2020. Vorerst bis zum 31. März 2020 gilt: Fluggäste
kommen für 14 Tage in Quarantäne, ob sie nun
Symptome haben oder nicht. Diese Regelung ist
unabhängig von der geplanten Reisedauer.


2. April 2020. Das gilt weiterhin. Aktuelle Infos hier

14. April 2020. Auf Madeira gibt es 59 bestätigte Corona-Fälle. Todesopfer gibt es nicht.


26. April 2020. Bis heute hat Madeira (rund 268 000 Einwohner)86 positive Fälle von COVID-19 und 31 wiederhergestellten Fälle, was die Gesamtzahl von 55 aktiven Infektionsfällen in der Region ergibt. Bisher wurden seit dem 29. Februar 880 Verdachtsfälle identifiziert, von denen 758 negativ getestet wurden. Weitere Statistiken zeigen, dass 421 Personen unter „aktiver Überwachung“ stehen und weitere 27 Personen unter „Selbstüberwachung“.
Nur 1 Coronavirus-Patient bleibt in der Isolationseinheit für Covid-19 im Krankenhaus Dr. Nélio Mendonça auf Madeira im Krankenhaus (in stabilem Zustand). Die anderen 54 Patienten bleiben isoliert in den dafür vorgesehenen Hotel oder zu Hause.
25. April, bis heute wurden keine neuen positiven Fälle gemeldet, wobei die Anzahl von 86 positiven Fällen beibehalten wurde. Es gibt 10 neue Fälle von Genesung, was insgesamt 55 aktive Infektionsfälle zur Folge hat. 36 Verdachtsfälle warten auf Laborergebnisse.
Hier klicken

Blumenfest verschoben

11. Mai 2020. Das Blumenfest ist von Mai auf September verschoben worden. Gefeiert werden soll es als Fest "der Wiederherstellung des Vertrauens, Wohlbefindens und der Freude". 

"Das Blumenfest ist neben der Hommage an die Blumen auch ein kulturelles Ereignis,wo die Tradition anwesend ist entweder durch die Aufführungen von Volksgruppen oder durch den Bau schöner Blumenteppiche und auch durch die Veranstaltung hervorgehoben wird durch die Animation der Stadt mit Musikkonzerten und Varietés", heißt es auf den Seiten "Visit Madeira". 

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14. Mai 2020. Auf Madeira gibt es seit einer Woche keine neuen Corona-Fälle. Die Zahl der Corona-Infizierten liegt konstant bei 35. Die Geschäfte werden wieder geöffnet.

Tourismus ab Ende Juni
16. Mai 2020. Die meisten Einkaufszentren und Dienstleistungen sind wieder für die Öffentlichkeit zugänglich, Restaurants und Bars können ab dem 18. Mai wieder geöffnet werden.
Internationale Touristenreisen sollten Ende Juni beginnen, und viele Hotels und Resorts hoffen, im Juli eröffnet zu werden.
Die Strände, Parks und Gärten sind jetzt für die Öffentlichkeit zugänglich und alle Straßenverkehrsbeschränkungen wurden aufgehoben.
Visit Madeira

Kostenloser Corona-Test

28. Mai 2020. Das britische Portal "Travelmole" berichtet, dass Madeira für Touristen einen kostenlosen Corona-Test plant. Die Alternative: ein Negativ-Test, der höchstens 72 Stunden alt sein darf. Der Tourismus soll am 1. Juli wieder starten.

1. Juni 2020. Auf "Visit Madeira" wird die Meldung von "Travelmole" über den höchstens 72 Stunden alten Negativ-Test bestätigt. Als Zeitraum wird 1. bis 30. Juni angegeben.

Am 1. Juli wird obligatorische Quarantäne aufgehoben

2. Juni 2020. Bei einem TAP-Flug vom Kontinent nach Madeira wurden alle Passagiere auf das Virus getestet und ein Passagier positiv getestet. Alle Passagiere und die Besatzung befinden sich nun seit 14 Tagen in Quarantäne. Seit 26 Tagen gibt es keine neuen Fälle innerhalb der Bevölkerung auf der Insel Madeira.

Madeira und Porto Santo werden am 1. Juli, dem Datum, an dem die obligatorische Quarantäne aufgehoben wird, wieder für den Tourismus geöffnet.

Visit Madeira

Test vor Einreise

17. Juni 2020. Wer im öffentlichen Raum unterwegs ist, muss grundsätzlich einen Mindestabstand von zwei Meter zu allen Personen, die nicht im selben Haushalt leben, einhalten. Das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung in Geschäften und in den öffentlichen Verkehrsmitteln ist Pflicht. Bei Verstoß kann eine Geldstrafe bis zu 350 Euro verhängt werden.

Die Autonomen Regionen Madeira und die Azoren haben weitreichendere Maßnahmen ergriffen. Vor Einreise nach Madeira und auf die Azoren muss bei der Flugbuchung über die Webseite der Fluggesellschaft die Reise angemeldet werden.


Die Regierung der Autonomen Region Madeira hat am 1. Juni 2020 die 14-tägige obligatorische Quarantäne für alle ankommenden Fluggäste abgeschafft, wenn bei Einreise ein negativer Test vorgelegt wird, der nicht länger als 72 Stunden vor Abflug durchgeführt wurde. Ab dem 1. Juli 2020 soll dann auch die Möglichkeit des Tests bei Einreise innerhalb einer Stunde ermöglicht werden.
Auf Madeira sind die Häfen für Kreuzfahrtschiffe und Segelschiffe /Yachten grundsätzlich gesperrt.

Weitere Infos

Unglaublich

6. August 2020. Die "Maskenpflicht" gilt seit dem 1. August auch im Freien. Hier klicken

Touristische Attraktion

Das Madeira-Wein-Festival ist eine der wichtigsten touristischen Attraktionen der Insel, die der Weinrebe und ihrer unbestreitbaren sozioökonomischen Bedeutung Tribut zollt. Die Veranstaltung findet während der Weinlese vom 3. bis 27. September statt und zielt darauf ab, die alten Traditionen Madeiras wieder aufleben zu lassen, die sich über Jahrhunderte der Arbeit im Weinbau entwickelt haben. Dieses Ereignis wird seit den späten siebziger Jahren des letzten Jahrhunderts gefeiert. Den Höhepunkt dieses Festivals können Besucher vom 17. bis 20. September in dem alten Fischerdorf Estreito de Câmara de Lobos auf dem Weinlesefest erleben.

Touristik Lounge, 14. August 2020 (Vom 3. bis 27. September soll auch das Blütenfest gefeiert werden.)

Für die Geschichtsbücher von morgen

Großburgwedel/Hamburg/Bochum/Gießen-3. November 2020. Die Corona-Pandemie wird zweifellos in die Geschichtsbücher eingehen. Die Universitäten aus Hamburg, Bochum und Gießen sammeln im Netz bereits Notizen, Eindrücke und Fotos aus dem Corona-Alltag. Ich habe mich auch mit einem Foto aus Funchal beteiligt. 

Corona-Variante auch auf Madeira
Derweil breitet sich die zunächst in Großbritannien nachgewiesene, noch ansteckendere Coronavirus-Variante weiter aus. Nach Angaben der örtlichen Behörden wurde sie auch auf der portugiesischen Insel Madeira und in Norwegen entdeckt.
Deutschlandfunk,27. Dezember 2020 

Auch Risikogebiet
8. Januar 2021. Das Robert-Koch-Institut hat auch Madeira zum Risikogebiet erklärt, weil der Inzidenzwert seit sieben Tagen bei über 50 liegt.

Keine Änderungen
24. Januar 2021. Es bleibt bei der Maskenpflicht im Freien mit den bekannten Ausnahmen und bei den Ausgangssperren: wochentags von 19 bis 5 Uhr, am Wochenende zwischen 18 und 15 Uhr. 
Kein Test für Geimpfte mehr
Wer bereits vollständig gegen das Coronavirus geimpft ist oder die Infektion laut ärztlicher Bescheinigung überstanden hat, muss bei der Einreise nach Madeira keinen negativen PCR-Test mehr vorlegen.

Das teilte das Tourismusbüro Madeiras mit. Die Impfbescheinigung muss den Angaben zufolge in englischer Sprache vorliegen und die wichtigsten Daten wie Name, Geburtsdatum, Art des Impfstoffs und Impfdatum enthalten.

Einreisende, die in den letzten 90 Tagen positiv auf das Coronavirus getestet wurden, aber wieder gesund sind, müssen ein ärztliches Attest darüber vorweisen. Dann entfällt auch für sie die Corona-Testpflicht.
Aero, 15. Februar 2021 
Wieder Fähre nach Porto Santo
Diaro de notícias, 19. Februar 2021   

Donnerstag, 18. Februar 2021

Alltägliches (IX)

Nur noch wenige Schritte
bis zu unserem Haus.

Petrus zieht den Nebelvorhang beiseite

Der Busfahrer bedankt sich bei mir dafür, dass ich meine Mund-Nase-Bedeckung nach dem Einsteigen auch über mein Kinn ziehe, Petrus schiebt den Nebelvorhang um halb eins über dem Atlantik weg, ich schlendere vor blauer Kulisse und ohne Mund-Nase-Bedeckung in die Altstadt, gehe in meine Lieblingsbäckerei und bekomme für 1,40 Euro eine Tasse Kaffee und einen leckeren Kuchen. Vor der Bäckerei setze ich mich vor einer Haustür auf eine Stufe, es dauert, bis die Tasse einigermaßen gerade steht. Die ersten Tauben lauern auf Kuchenkrümel. Doch der Kuchen ist so lecker, den teile ich mit keiner Taube. Ein junger Mann, der nebenan in einem Restaurant arbeitet, hebt den Daumen und sagt, dass er sich freue, mich wieder in der Altstadt zu sehen. Viel los ist dort immer noch nicht.

Nach einem Bummel durch die City von Funchal schlendere ich zum Katharinenpark und lese mit Blick auf den Hafen und das Ronaldo-Museum (Ronaldo hat gestern Abend mit Juventus Turin beim FC Porto 2 : 1 verloren)  "Bauern, Bonzen und Bomben" von Hans Fallada. Mir fällt ein, dass mir der Beststellerautor Johannes Mario Simmel ("Alle Mensch werden Brüder", "Es muss nicht immer Kaviar sein") vor Jahren einen Roman ähnlicher Qualität zugetraut hat und entdecke in dem Roman aus dem Jahre 1931 viele Parallelen zum Elend der heutigen Sozialdemokratie. 

Den Heimweg trete ich zu Fuß an. In einem kleinen Supermarkt kaufe ich ein. Ein deutsches Ehepaar stellt fest, dass die Packungen mit den Erfrischungsgetränken keine "Strohhalme" haben und entscheiden sich deswegen gegen den Kauf. Ich denke: Der Atlantik wird sich über die Vermeidung von Plastik freuen. 

Mittwoch, 17. Februar 2021

Medien 2021

Tiefblauer Atlantik. 
In einer anderen Welt


Die Seilbahn schaukelt in eine andere Welt. Drei Minuten dauert der Schwebeflug abwärts an die einsamen Tiefen der Südküste nach Fajã dos Padres, einst bewirtschaftet von Jesuiten, gesegnet durch ein Mikroklima. Ein Garten Eden aus Papaya, Avocado, Fenchel, Rote Bete.

Der Pfad führt durch Bananenplantagen auf den Steinstrand zu, an dem die Wellen klackernd ausrollen. Hibiskus und Baum-Aloe stehen im Wettstreit um das intensivste Rot. Strelitzien leuchten orange, der Atlantik schimmert tiefblau. Das Meer macht Appetit. Fisch des Tages im spärlich belegten Restaurant über dem Strand ist Dorade. 

Die Welt, 17. Januar 2021

Täglich stehen im Madeira-
Journal zwei Frauen am
Fenster und lästern. Am
10. Februar über die
Einschränkungen beim 
Karneval.  
12. bis 21. Februar: Karneval auf Madeira

Nicht nur In Rio de Janeiro, auch auf der Insel Madeira wird der Karneval ausgeprägt gefeiert. Karneval auf Madeira (port. „Carnaval na Madeira„) ist wohl einer der schönsten und farbenprächtigsten in Europa. Am Karnevalsamstag findet hier der allegorische Hauptumzug statt, der aufwendigere von zwei, bei dem viel Engagement der Teilnehmer gefragt ist. Dieser Hauptumzug erinnert an einen Karnevalumzug in Brasilien, bei dem zahlreiche Samba-Gruppen in farbenprächtigen Kostümen durch die Straßen von Funchal tanzen und mit der Samba-Musik gute Stimmung verbreiten.

Hier weiterlesen, 28. Januar 2021

In Spendierhosen

Das ist Spitze! Die Spitzenmeldung von heute illustriert das "Madeira-Journal" mit einem Foto von Uschi aus der mächtigsten Kleinstadt Europas in Spendierhosen. Damit die Blumeninsel weiter blüht, macht sie 561 Millionen Euro locker, die bis 2026 in sieben wichtige Bereiche wie Schulen, Wirtschaft und Tourismus gesteckt werden sollen. Weiter so!

Sonntag, 14. Februar 2021

Alltägliches (VIII)

Hier sitze ich, hier schreibe ich. 
Wenn Influencer deutsche Medien füttern 

Worüber sich die Medien doch in Deutschland so das Maul zerreißen. Gefüttert werden sie dann auch noch in den so genannten "sozialen Medien". 

"Für Wohnungsbesichtigungen konnte ich nicht nach Madeira fliegen, also bin ich trotzdem nach Madeira geflogen", twitterte iBlali provokant. Mitten in einer Pandemie stößt das vielen Menschen eher sauer auf – zumal gerade in Portugal das Gesundheitssystem derzeit extrem stark belastet ist. Darauf verwies auch Influencer-Kollege Unge, einer der bekanntesten deutschen Youtuber. "Wir haben alle eine Vorbildfunktion", kritisierte er iBlali in einem Tweet. Unge selbst lebt bereits seit einigen Jahren auf Madeira.

Der öffentliche Gegenwind zwang auch iBlali noch einmal dazu, eine Erklärung zu posten. Sein Tweet sei "ein Joke" gewesen, schrieb er, er habe feste Besichtigungstermine und Pläne. "Das heißt nicht, dass ich die Pandemie unterschätze", so der 28-Jährige. Vielmehr habe er zwei PCR-Tests gemacht und sich vor und nach dem Flug isoliert. "Mir tut's Leid, wenn das jemand falsch aufgenommen hat", zu seiner Planung stehe er dennoch "zu 100 Prozent".

"Stern" vor vier Tagen

Ich kenne die beiden Streithähne nicht, die warum auch immer  solch eine Medienaufmerksamkeit bekommen. Über meinen Umzug hat niemand berichtet, niemand hat sich aufgeregt. In dem Hostel, in dem ich vom 5. bis 29. Januar gewohnt habe, freute man sich darüber, dass ich wieder da war, in der Altstadt von Funchal hörte ich tägliche Klagen über fehlende Gäste, bei der Wohnungssuche half mir eine Einheimische. Niemand sah mich als potenzenzielle Ansteckungsgefahr, alle hießen mich willkommen. Endlich habe ich wieder einen Vermieter, der die Handwerker schickt, bevor alle im Haus erfahren, dass etwas nicht funktioniert.

Worüber sich die Medien in Deutschland das Maul zerreißen, kann mir also nicht nur schnurzpiepegal sein- ist es mir auch. Ich halte mich an die  Corona-Regeln, die von der Regionsregierung für sinnvoll gehalten werden. 

Dienstag, 9. Februar 2021

Alltägliches (VII)

Taberna do Arieiro. Foto:
Heinz-Peter Tjaden

So kann man auch Portugiesisch lernen

"Sente-se em outro lugar."

Das Gebäude ähnelt einer Garage, ist aber ein Lokal  und ein Treffpunkt der Nachbarn, der Lieferanten und der Postboten. Ich trinke dort jeden Morgen meinen Kaffee, sitze draußen und lese - so gut ich das kann - die Lokalzeitung "Diário de Notícias". Heute ist es etwas kühler als sonst. 

Der Wirt bringt mir meinen Kaffee, mit der Tasse in der Hand wiederholt er immer wieder den oben zitierten Satz. Ich wiederhole immer wieder, dass ich ihn nicht verstehe. Schließlich setzt er die Tasse ab und kehrt in sein Lokal zurück. Zu Hause angekommen, frage ich mich, was der Wirt zu mir gesagt hat. Ich lasse mir von Google den Satz übersetzen. 

Die Übersetzung lautet: "Setzen Sie sich doch woanders hin."

Der Wirt hat sich also Sorgen um mich gemacht. Er wollte, dass ich meinen Kaffee in seinem Lokal trinke. 

"A estrada não continua."

Die Straße, in der ich wohne, gabelt sich. Zu unserem Haus geht es steil bergab. Ich komme auf die Weggabelung zu. Eine Autofahrerin hält neben mir an, lässt das Beifahrerfenster nach unten gleiten. Wiederholt den oben zitierten Satz immer wieder. Ich wiederhole immer wieder, dass ich sie nicht verstehe. Schließlich fährt sie weiter. Zu Hause angekommen, frage ich mich, was die Frau zu mir gesagt hat. Auch diesen Satz lasse ich mir von Google übersetzen. 

Die Übersetzung lautet: "Die Straße führt nicht weiter."

Die Autofahrerin hat sich also Sorgen um mich gemacht. Sie wollte, dass ich nicht vergeblich nach unten laufe und mich dann wieder hochquälen muss. 

Montag, 8. Februar 2021

Alltägliches (VI)

Unterwegs nach
einer Busfahrt.
Foto: Tjaden
Wie die Gämsen-Wenn der Bus woanders hält

Hallo, du darfst mich ab sofort "die Gämse" nennen, denn so viele Kilometer, wie ich seit dem Umzug nach Sao Martinho bergauf und bergab zurückgelegt habe, schaffen sonst nur diese Kletterkünstler. Ob sie allerdings auch auf den Mauern balanzieren und die brüchigen Steintreppen benutzen würden, die zu meinen Wanderungen gehören, wage ich zu bezweifeln.

Wenn es ums Klettern geht, sind Gämsen vielleicht nicht so mutig wie ich, aber wenn es darum geht, mit dem Bus in die City von Funchal zu fahren, dürften sie klüger sein als ich. Denn ich habe erst nach einigen Tagen begriffen, dass z. B. die Linie 1, die jeden Mittag vor unserem Haus hält, abends diese Haltestelle meidet und sich statt dessen eine Haltestelle in den Bergen aussucht, wenn Samstag im Kalender steht. Was die Busfahrer aber erst verraten, wenn ich weitab von unserem Haus den Bus verlassen soll, weil wir die Endstation erreicht haben. 

Da mich jede Busfahrt - wo sie im Kreis Funchal auch enden mag - 1,95 Euro kostet, habe ich mich in Funchal nach preiswerteren Fahrkarten erkundigt. Der Mann am Schalter schickte mich zu einem Automaten, der auf der Uferpromenade steht. Der pries mir zwei Prepaid-Karten für 1,35 Euro die Fahrt an. Bezahlen musste ich für zwei Karten aber 3,20 Euro. Für die Benutzung des Automaten wurden mir 0,50 Euro berechnet.

Das nenne ich geschäftstüchtig.    

Like the chamois-If the bus stops elsewhere

Hello, you can now call me "the chamois", because as many kilometers as I have covered uphill and downhill since the move to Sao Martinho, otherwise only these climbers can manage. However, I dare to doubt whether they would also be balancing on the walls and using the brittle stone staircases that are part of my walks.

When it comes to climbing, chamois may not be as brave as I am, but when it comes to taking a bus to the city of Funchal, they may be smarter than i am. Because I only realized after a few days that e.B. the line 1, which stops every lunchtime in front of our house, avoids this stop in the evening and instead chooses a stop in the mountains when Saturday is on the calendar. But what the bus drivers only reveal when I have to leave the bus far from our house, because we have reached the terminus.

Since every bus trip - wherever it ends - costs me 1.95 euros, I asked for cheaper tickets in Funchal. The man at the counter sent me to a vending machine that stands on the waterfront. He praised me for two prepaid cards for 1.35 euros the trip. I had to pay for two cards but 3.20 euros. For the use of the vending machine I was charged 0.50 Euro.- costs me 1.95 euros, I asked for cheaper tickets in Funchal. The man at the counter sent me to a vending machine that stands on the waterfront. He praised me for two prepaid cards for 1.35 euros the trip. I had to pay for two cards but 3.20 euros. For the use of the vending machine I was charged 0.50 Euro.

That's what I call it business-like.

Donnerstag, 4. Februar 2021

Impressum


Verantwortlich für diesen blog

Heinz-Peter Tjaden
Caminho do Areeiro de Baixo 5 C
Sao Martinho
9000-229 Funchal
Madeira
heinzpetertjaden02@gmail.com
www.heinzpetertjaden.de

Alltägliches (V)

Fotografiert bei Camara de
Lobos: "Herrchen ist
wohl zu weit rausgeschwommen."

Neidisch auf den Vater und auf mich

Auch Madeira leidet unter der Corona-Pandemie: Im vergangenen Jahr ist die Zahl der Hotelübernachtungen um fünf Millionen gesunken. Doch: Die Insel bleibt attraktiv. Habe ich gestern wieder einmal erfahren.

Kaum hatte ich eine Bekannte von der Nordseeküste darüber informiert, dass ich nun in Sao Martinho wohne, antwortete sie mir: "Mein Vater ist vor zwei Jahren nach Funchal gezogen. Wir haben ihn dort voriges Jahr besucht." 

Später fügte sie noch hinzu: "Ich beneide euch beide." Meine Antwort: "Zu Recht."