Mittwoch, 31. März 2021

Alltägliches (XVII)


Warum Funchal?

Die Frage, warum Funchal 2027 europäische Kulturhauptstadt sein sollte, wird auf www.funchal2027.net so beantwortet: "Funchal ist die Hauptstadt einer europäischen Region in äußerster Randlage. Die Stadt repräsentiert die europäische Präsenz in einem strategischen Gebiet der Welt und ein kulturelles Erbe von 500 Jahren Geschichte und Traditionen."

Unterwegs aufgeschnappt

"Mama, wenn du Englisch sprichst, merkt man dann eigentlich, dass du keine Engländerin bist?"

Kleines Mädchen mit Zöpfen in der Altstadt von Funchal am 22. März 2021

Sonntag, 28. März 2021

Alltägliches (XVIII)

Starkes Foto-schwache
Schlagzeile. 

Tordiebstahl bei Blitz und Donner

Die Sonne strahlt vom Himmel, als sei nichts geschehen. Obwohl sie uns gestern schmählich in Stich gelassen hat. Alle Zeitungen berichten darüber. Die Sonne kümmert´s nicht. Dass sie uns gestern mit dunklen Wolken am Himmel, mit pausenlosen  Regengüssen, Blitz und Donner allein gelassen  hat, scheint sie schon wieder vergessen zu haben. 

Sogar der Strom ist ausgefallen. In der Halbzeitpause des Spiels Serbien gegen Portugal. Die Portugiesen führten mit 0 : 2. Im Hof unseres Hauses gab es inzwischen die ersten Seenlandschaften, das Wasser plätscherte unablässig die Hoftreppe hinunter. 

Ein Mitglied unserer WG leitete die Wassermassen um. Bis auch er aufgab.  Dafür kam der Strom wieder. Aber nur für einige Augenblicke, die jedoch ausreichten, um auf dem Fernsehbildschirm das zwischenzeitliche 2 : 2 aus Belgrad anzuzeigen, während Cristiano Ronaldo in der Nachspielzeit den 2 : 3-Siegtreffer erzielte. Im Bild erschien noch ein serbisches Verteidigerbein, das den Ball hinter der Linie erwischte und ins Feld zurückbeförderte. Weg war der Strom wieder. Und der Siegtreffer. Das Spiel wurde mit 2 : 2 gewertet.

Und die Sonne strahlt vom Himmel, als sei auch das nicht geschehen. 




Donnerstag, 18. März 2021

Alltägliches (XVI)

Dort lasse ich mir Zeit.

Für mich bezahlt der Supermarkt "Continente"

Eigentlich bin ich nirgendwo schneller als in einem Supermarkt. Durch die Gänge eilen, zur Kasse gehen, raus. Anders in Funchal. Dort lasse ich mir Zeit. Denn bei "Continente" schnell sein, kann teuer werden. Dann bezahlt man für eine Tüte Schoko-Croissants 1,07 Euro, für 0,3 Liter Bier 64 Cent, für sechs Becher Joghurt 1,99 Euro. Beispielsweise. Das sehe ich nicht ein. Denn bei "Continente" purzeln und steigen die Preise schneller als so manche Aktienkurse. 

Super preço lautet das Zauberwort, das Eile teuer und Spaziergänge zwischen den Einkäufen lohnend macht. Eine Stunde später kostet die Tüte Schoko-Croissants 67 Cent. Die nehme ich mit, Bier- und Joghurt-Preis sind unverändert. Nehme ich noch nicht mit. Wieder eine Stunde später hat auch der Joghurt einen Superpreis. 99 Cent für sechs Becher. Die Schoko-Croissants haben keinen Superpreis mehr. 1,14 Euro. Bier unverändert. Joghurt nehme ich mit. 

Dritter Einkauf. Bierpreis ebenfalls gesunken. 0,3 Liter kosten zwar immer noch 64 Cent, ein Liter aber 1,49 Euro statt 1,99 Euro. Inzwischen habe ich bei meinem Lieblingsbäcker in der Altstadt eine Tasse Kaffee für 80 Cent getrunken und ein Stück Kuchen für 60 Cent gegessen. Finanziert von "Continente". Bekomme ich nun auch noch das Toastbrot preiswerter, kostet mich auch die Busfahrt nichts mehr. 

Alltägliches (XIV)

Zweite mail an die CTT

16. März 2021. Ladies and gentlemen, I am trying again because you did not respond to my first complaint. Mail from me, which I send to Germany, does not arrive any more than a card that I have sent to myself. There was even a ten-euro note in an envelope. 

6 January 2021, receiver Leon H., Re...straße 27, D-31303 Burgdorf, 25 January 2021, same receiver, 2 March 2021, recipient myself. 

I suspect that more cards and letters from me never arrived.

Sehr geehrte Damen und Herren, ich versuche es noch einmal, da Sie auf meine erste Reklamation nicht reagiert haben. Post von mir, die ich nach Deutschland schicke, kommt ebenso wenig an, wie eine Karte, die ich an mich selbst geschickt habe. In einem Briefumschlag hat sich sogar ein Zehn-Euro-Schein befunden. 

6. Januar 2021, Empfänger Leon H., Re...straße 27, D-31303 Burgdorf, 25. Januar 2021, gleicher Empfänger, 2. März 2021, Empfänger ich selbst. Ich vermute, dass weitere Karten und Briefe von mir nie angekommen sind. 


18. März 2021. Haste Töne? Nun erkundigt sich CTT in einer mail nach der Einlieferungsnummer des Paketes...

Dienstag, 16. März 2021

Alltägliches (XV)


Sag es mit Oscar Wilde


Wenn du einen Spruch suchst, der die anderen aufschrecken, nachdenklich machen oder zum Schmunzeln bringen soll, dann schlag bei dem irischen Schriftsteller Oscar Wilde nach. Auch Jacinta Melim von der EGS Santa Cruz hat das als "Chefredakteurin für einen Tag" der "Diário de Notícias"-Beilage "Ponto e Vírgula" getan. Sie zitiert in ihrem Grußwort den 1854 in Dublin geborenen und 1900 in Paris gestorbenen Lyriker, Romanautor, Dramatiker und Kritiker, der viel über Frauen nachgedacht hat und bei jeder Analyse gescheitert ist, der aber dennoch dafür plädierte, Frauen jede Chance zur Entfaltung zu geben. Das könne nur gut für alle sein, meinte Wilde, obwohl er sicher war, dass Frauen und Männer vieles sein können, nur keine Freunde.

Die Tatsache, dass sich eine Schülerin Gedanken über die Gleichberechtigung von Mann und Frau macht, zeugt davon, dass es auch auf Madeira noch viel zu tun gibt. "Normalerweise verbinden wir Freiheit mit Macht und dies wiederum mit etwas Positivem", schreibt Jacinta Melim. Aber? An die Macht sei nur schwer heranzukommen. Einerseits könne man sich als Frau glücklich schätzen, "in dieser Zeit" geboren zu sein, denn es sei ein langer Weg gewesen, bis Frauen nicht mehr unterdrückt worden seien, aber wieder ein Aber  von Jacinta Melim: "Dieser Weg ist jedoch noch lange nicht abgeschlossen, denn die Ungleichheit der Geschlechter bleibt bestehen, und wir werden sicherlich weiter kämpfen müssen, um das Patriarchat zu stürzen."

Da laut Oscar Wilde Unzufriedenheit der erste Schritt zum Erfolg ist, kann eigentlich nichts mehr schiefgehen.

"Ponto e Vírgula" ist ein Projekt von Tageszeitung und Bildungsministerium  

 

Montag, 15. März 2021

Alltägliches (XIV)

"Journal Madeira" feiert
Handballer und 
Christiano Ronaldo. 
Christiano Ronaldo: Kann von den Medien endlich wieder gefeiert werden

Das macht man nicht. Sind sich die Printmedien am Mittwoch auf Madeira einig gewesen: Man nimmt nicht Christiano Ronaldo als abgelichtetes Symbol für das Ausscheiden von Juventus Turin gegen den FC Porto in der Champions League. Der 36-Jährige spielte zwar seltsam verhalten, traf zweimal sogar den Ball nicht und verfehlte einmal auf seltsame Weise das gegnerische Tor, aber auf Madeira geboren ist und bleibt auf Madeira geboren. 

Das macht man dagegen gern. Heute feiern die Printmedien auf Madeira Christiano Ronaldo als "besten Torschützen in der Geschichte des Weltfußballs", denn nach einem Hattrick in der italienischen Serie A gegen Cagliari Calcio schraubte er sein Trefferkonto auf 770. Bis dahin führte die brasilianische Fußball-Legende Pele mit 667 Toren. 

Als neuer Rekordhalter dachte Christiano Ronaldo laut "Journal Madeira" auch gleich an seinen Geburtsort: "Das ist etwas, von dem ich als Kind auf Madeira nie geträumt habe." So weit konnte er damals wohl auch noch nicht zählen: 450 Tore für Real Madrid, 118 Tore für Manchester United, 102 Tore für Portugal, 95 Tore für Juventus Turin und fünf Tore für Sporting Lissabon. 

Sonntag, 14. März 2021

Alltägliches (XIII)

Hat den schnellsten
Bettler von
Funchal stets
beeindruckt. 

Der schnellste Bettler von Funchal

Bettlerinnen und Bettler gehören zum Straßenbild in Funchal, nicht nur im Zentrum, sondern auch im Hotelviertel. Die beiden im Hotelviertel nehmen die Passanten allerdings kaum wahr, weil sie mit ihren Smartphones beschäftigt sind. Nur, wenn sie nicht  zu zweit sind, sprechen sie die Vorübergehenden gelegentlich auch einmal an. 

Den schnellsten Bettler gibt es im Zentrum von Funchal. Ihn kenne ich schon seit meinem ersten Aufenthalt auf der Blumeninsel im Dezember 2018. Geld wollte er nie von mir. Er lobte mich nur jedes Mal dafür, dass ich mit einem Bike von "Happy Bike" unterwegs war. 

Doch das änderte sich im vergangenen Jahr. Denn nun war ich ein Fußgänger-und nie so schnell wie er. Obwohl er nur noch ein Bein hat und Krücken braucht, holte er mich jedes Mal ein, wenn ich in der Nähe der Kathedrale Sé auftauchte. Er dachte sich wohl, wenn ich kein Geld mehr für die Bike-Miete brauche, habe ich Geld für ihn übrig. Womit er seit September recht hat.

Betteln macht er öffentlich, nur eins macht er eher heimlich: Immer, wenn er an der Kathedrale vorbeikommt, bekreuzigt er sich. Demnächst habe ich wieder ein Fahrrad. Ein eigenes. Mit dem ich schneller bin als er. Mal sehen, wie er darauf reagiert. 


Samstag, 13. März 2021

Corona-Virus

Blumenfest verschoben.
Foto: Visit Madeira
Dänisches Ehepaar ignoriert Quarantäne

Kopenhagen/Funchal. Der Sohn erkrankt
am 1. März in Kopenhagen am Corona-Virus,
auch die Eltern werden isoliert. Doch
darum kümmern sich die Eltern nicht,
sie fliegen am Sonntag nach Madeira,
um Urlaub zu machen. Die dänischen
Gesundheitsbehörden informieren
die Gesundheitsbehörden in Portugal.

Seitdem sitzt das dänische Paar in seinem Hotelzimmer
in Funchal. Die beiden sollen sich bei ihrem Sohn nicht
angesteckt haben. Auf Madeira gibt es bisher vier weitere Verdachtsfälle:

Zwei Italien-Urlauber sind im Krankenhaus von Funchal
inzwischen negativ getestet worden, zwei Ergebnisse
stehen noch aus.


Quelle: Expresso, 9. März 2020

14 Tage Isolation

17. März 2020. Vorerst bis zum 31. März 2020 gilt: Fluggäste
kommen für 14 Tage in Quarantäne, ob sie nun
Symptome haben oder nicht. Diese Regelung ist
unabhängig von der geplanten Reisedauer.


2. April 2020. Das gilt weiterhin. Aktuelle Infos hier

14. April 2020. Auf Madeira gibt es 59 bestätigte Corona-Fälle. Todesopfer gibt es nicht.


26. April 2020. Bis heute hat Madeira (rund 268 000 Einwohner)86 positive Fälle von COVID-19 und 31 wiederhergestellten Fälle, was die Gesamtzahl von 55 aktiven Infektionsfällen in der Region ergibt. Bisher wurden seit dem 29. Februar 880 Verdachtsfälle identifiziert, von denen 758 negativ getestet wurden. Weitere Statistiken zeigen, dass 421 Personen unter „aktiver Überwachung“ stehen und weitere 27 Personen unter „Selbstüberwachung“.
Nur 1 Coronavirus-Patient bleibt in der Isolationseinheit für Covid-19 im Krankenhaus Dr. Nélio Mendonça auf Madeira im Krankenhaus (in stabilem Zustand). Die anderen 54 Patienten bleiben isoliert in den dafür vorgesehenen Hotel oder zu Hause.
25. April, bis heute wurden keine neuen positiven Fälle gemeldet, wobei die Anzahl von 86 positiven Fällen beibehalten wurde. Es gibt 10 neue Fälle von Genesung, was insgesamt 55 aktive Infektionsfälle zur Folge hat. 36 Verdachtsfälle warten auf Laborergebnisse.
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Blumenfest verschoben

11. Mai 2020. Das Blumenfest ist von Mai auf September verschoben worden. Gefeiert werden soll es als Fest "der Wiederherstellung des Vertrauens, Wohlbefindens und der Freude". 

"Das Blumenfest ist neben der Hommage an die Blumen auch ein kulturelles Ereignis,wo die Tradition anwesend ist entweder durch die Aufführungen von Volksgruppen oder durch den Bau schöner Blumenteppiche und auch durch die Veranstaltung hervorgehoben wird durch die Animation der Stadt mit Musikkonzerten und Varietés", heißt es auf den Seiten "Visit Madeira". 

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14. Mai 2020. Auf Madeira gibt es seit einer Woche keine neuen Corona-Fälle. Die Zahl der Corona-Infizierten liegt konstant bei 35. Die Geschäfte werden wieder geöffnet.

Tourismus ab Ende Juni
16. Mai 2020. Die meisten Einkaufszentren und Dienstleistungen sind wieder für die Öffentlichkeit zugänglich, Restaurants und Bars können ab dem 18. Mai wieder geöffnet werden.
Internationale Touristenreisen sollten Ende Juni beginnen, und viele Hotels und Resorts hoffen, im Juli eröffnet zu werden.
Die Strände, Parks und Gärten sind jetzt für die Öffentlichkeit zugänglich und alle Straßenverkehrsbeschränkungen wurden aufgehoben.
Visit Madeira

Kostenloser Corona-Test

28. Mai 2020. Das britische Portal "Travelmole" berichtet, dass Madeira für Touristen einen kostenlosen Corona-Test plant. Die Alternative: ein Negativ-Test, der höchstens 72 Stunden alt sein darf. Der Tourismus soll am 1. Juli wieder starten.

1. Juni 2020. Auf "Visit Madeira" wird die Meldung von "Travelmole" über den höchstens 72 Stunden alten Negativ-Test bestätigt. Als Zeitraum wird 1. bis 30. Juni angegeben.

Am 1. Juli wird obligatorische Quarantäne aufgehoben

2. Juni 2020. Bei einem TAP-Flug vom Kontinent nach Madeira wurden alle Passagiere auf das Virus getestet und ein Passagier positiv getestet. Alle Passagiere und die Besatzung befinden sich nun seit 14 Tagen in Quarantäne. Seit 26 Tagen gibt es keine neuen Fälle innerhalb der Bevölkerung auf der Insel Madeira.

Madeira und Porto Santo werden am 1. Juli, dem Datum, an dem die obligatorische Quarantäne aufgehoben wird, wieder für den Tourismus geöffnet.

Visit Madeira

Test vor Einreise

17. Juni 2020. Wer im öffentlichen Raum unterwegs ist, muss grundsätzlich einen Mindestabstand von zwei Meter zu allen Personen, die nicht im selben Haushalt leben, einhalten. Das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung in Geschäften und in den öffentlichen Verkehrsmitteln ist Pflicht. Bei Verstoß kann eine Geldstrafe bis zu 350 Euro verhängt werden.

Die Autonomen Regionen Madeira und die Azoren haben weitreichendere Maßnahmen ergriffen. Vor Einreise nach Madeira und auf die Azoren muss bei der Flugbuchung über die Webseite der Fluggesellschaft die Reise angemeldet werden.


Die Regierung der Autonomen Region Madeira hat am 1. Juni 2020 die 14-tägige obligatorische Quarantäne für alle ankommenden Fluggäste abgeschafft, wenn bei Einreise ein negativer Test vorgelegt wird, der nicht länger als 72 Stunden vor Abflug durchgeführt wurde. Ab dem 1. Juli 2020 soll dann auch die Möglichkeit des Tests bei Einreise innerhalb einer Stunde ermöglicht werden.
Auf Madeira sind die Häfen für Kreuzfahrtschiffe und Segelschiffe /Yachten grundsätzlich gesperrt.

Weitere Infos

Unglaublich

6. August 2020. Die "Maskenpflicht" gilt seit dem 1. August auch im Freien. Hier klicken

Touristische Attraktion

Das Madeira-Wein-Festival ist eine der wichtigsten touristischen Attraktionen der Insel, die der Weinrebe und ihrer unbestreitbaren sozioökonomischen Bedeutung Tribut zollt. Die Veranstaltung findet während der Weinlese vom 3. bis 27. September statt und zielt darauf ab, die alten Traditionen Madeiras wieder aufleben zu lassen, die sich über Jahrhunderte der Arbeit im Weinbau entwickelt haben. Dieses Ereignis wird seit den späten siebziger Jahren des letzten Jahrhunderts gefeiert. Den Höhepunkt dieses Festivals können Besucher vom 17. bis 20. September in dem alten Fischerdorf Estreito de Câmara de Lobos auf dem Weinlesefest erleben.

Touristik Lounge, 14. August 2020 (Vom 3. bis 27. September soll auch das Blütenfest gefeiert werden.)

Für die Geschichtsbücher von morgen

Großburgwedel/Hamburg/Bochum/Gießen-3. November 2020. Die Corona-Pandemie wird zweifellos in die Geschichtsbücher eingehen. Die Universitäten aus Hamburg, Bochum und Gießen sammeln im Netz bereits Notizen, Eindrücke und Fotos aus dem Corona-Alltag. Ich habe mich auch mit einem Foto aus Funchal beteiligt. 

Corona-Variante auch auf Madeira
Derweil breitet sich die zunächst in Großbritannien nachgewiesene, noch ansteckendere Coronavirus-Variante weiter aus. Nach Angaben der örtlichen Behörden wurde sie auch auf der portugiesischen Insel Madeira und in Norwegen entdeckt.
Deutschlandfunk,27. Dezember 2020 

Auch Risikogebiet
8. Januar 2021. Das Robert-Koch-Institut hat auch Madeira zum Risikogebiet erklärt, weil der Inzidenzwert seit sieben Tagen bei über 50 liegt.

Keine Änderungen
24. Januar 2021. Es bleibt bei der Maskenpflicht im Freien mit den bekannten Ausnahmen und bei den Ausgangssperren: wochentags von 19 bis 5 Uhr, am Wochenende zwischen 18 und 15 Uhr. 
Kein Test für Geimpfte mehr
Wer bereits vollständig gegen das Coronavirus geimpft ist oder die Infektion laut ärztlicher Bescheinigung überstanden hat, muss bei der Einreise nach Madeira keinen negativen PCR-Test mehr vorlegen.

Das teilte das Tourismusbüro Madeiras mit. Die Impfbescheinigung muss den Angaben zufolge in englischer Sprache vorliegen und die wichtigsten Daten wie Name, Geburtsdatum, Art des Impfstoffs und Impfdatum enthalten.

Einreisende, die in den letzten 90 Tagen positiv auf das Coronavirus getestet wurden, aber wieder gesund sind, müssen ein ärztliches Attest darüber vorweisen. Dann entfällt auch für sie die Corona-Testpflicht.
Aero, 15. Februar 2021 
Wieder Fähre nach Porto Santo
Diaro de notícias, 19. Februar 2021
Mehr als 23 000 Geimpfte

"Von der Gesamtzahl der verabreichten Impfstoffe [23.301] entsprechen 15.735 der Verabreichung der ersten Dosis und 7.566 waren zweite Dosen des Impfstoffs", heißt es in der Mitteilung des Gesundheitsministers von Madeira. Die heute veröffentlichten Daten beziehen sich auf den Zeitraum zwischen dem 31. Dezember 2020 und dem 28. Februar.

In dem Dokument wird darauf hingewiesen, dass die Impfung gegen Covid-19 für die ältere Bevölkerung, die als vorrangig angesehen wird, fortgesetzt wird. So wird hinzugefügt, dass in diesem Impfplan 1.929 die zweite Dosis des Impfstoffs erhalten werden, wobei die erste in der Woche zwischen dem 8. und 14. Februar in den verschiedenen Bezirken der Region verabreicht wurde. Nach den vorliegenden Daten haben bereits 5.383 Angehörige der Gesundheitsberufe die erste Dosis erhalten und 4.084 die zweite.

Die Portugal News, 2. März 2021


Ausgangssperre verlängert
Die Regionalregierung verlängerte daher bis zum 15. März die Maßnahmen für den Betrieb von Handel, Industrie und Gastronomie auf Madeira, wobei diese Sektoren unter der Woche weiterhin um 18:00 Uhr und am Wochenende um 17:00 Uhr schließen müssen.

Während der Woche ist die Ausgangssperre um 19:00 Uhr und am Wochenende um 18:00 Uhr.
Die Portugal News, 8. März 2021
Nationale Gesundheitsbehörde (DGS) soll schweigen
"Die Zahlen [der Covid-19-Fälle], die von der DGS angegeben werden, entsprechen nicht denen, die auf Madeira angegeben werden", sagte Miguel Albuquerque und klassifizierte den Unterschied in den Zahlen der gemeldeten Fälle als "surreal".

Laut Miguel Albuquerque hat Madeira durch den Gesundheitsminister "bereits vorgeschlagen", dass die "Zahlen von Madeira und den Azoren - weil es auch mit den Azoren passiert - nicht mehr von der nationalen DGS angegeben werden".

"Es macht keinen Sinn, weil es die Glaubwürdigkeit der Institution selbst und der Gesundheitsorganisationen nimmt", sagte der Beamte.

Die Portugal-News, 12. März 2021



 
  

Samstag, 6. März 2021

Alltägliches (XII)

Zur Suche springen
CTT – Correios de Portugal
Rechtsform Aktiengesellschaft (SA)
ISIN PTCTT0AM0001
Gründung 1520
Sitz Lissabon, Portugal Portugal
Leitung João Bento, Vorstandsvorsitzender[1]
Mitarbeiterzahl 12.355[2]
Branche Logistik
Website Homepage

Postschild, Avenida Dr. Francisco Sá Carneiro, Albufeira.

Kein Rennpferd-ein lahmer Gaul?


CTT – Correios de Portugal, SA ist ein portugiesisches Dienstleistungsunternehmen mit Schwerpunkten auf Post-, Paket- und Bankdienste. Üblich ist auch die Bezeichnung CTT, die ausgeschrieben Correios, Telégrafos e Telefones (Briefe, Telegrafen, Telefone) bedeutet. Der portugiesische Staat verkaufte bis 2014 seine kompletten Anteile an dem ehemaligen Staatsunternehmen. 


Erfahre ich bei Wikipedia. Dazu kommen persönliche Erfahrungen. Beispielsweise mit einer Karte, die ich am Dienstag in einen Briefkasten gesteckt habe, der in Funchal  zwischen Taxistand und Kathedrale Sé steht. 


Da mir Freunde aus Deutschland berichten, dass sie meine Post aus Funchal auch nach bis zu über acht Wochen nicht bekommen haben, gehörte diese Karte zu einem Test. Als Empfänger gab ich den "Madeira-Observer" (also meinen eigenen blog mit meiner Adresse) an. Bei mir angekommen ist die Karte bis heute nicht. 

Donnerstag, 4. März 2021

Alltägliches (XI)

Hier vergessen: das 
Madeira-Forum.

Wie finden Sie eigentlich das Fundbüro in Funchal?

Das ist die steilste Treppe, die ich in Funchal kenne. Sie führt ins Polizeirevier. Zehn Meter über der Erde empfängt mich ein Polizeibeamter am Glaseingang und fragt mich, was ich wolle. "Ich will zum Fundbüro", antworte ich auf Englisch. Er versteht mich nicht und fragt mich, ob ich auch Portugiesisch beherrsche. Was ich verneine. Der Polizeibeamte verschwindet. Ich warte vor dem Eingang. 

Vorige Woche Freitag habe ich mir in der Altstadt von Funchal in einem Souvenir-Shop (den ich nur empfehlen kann) eine kleine Tasche aus Kork gekauft, damit Handy und Kamera nicht immer meine Hosentaschen ausbeulen. Am Montag kaufe ich gegen 16 Uhr im Supermarkt des Madeira-Forums ein und nehme einen Einkaufskorb, in dem ich die Korktasche vergesse. Zuhause bemerke ich den Verlust und kehre sofort um. Meine Korktasche mit Handy und Kamera ist nicht gefunden worden. Am Dienstag und Mittwoch versuche ich es wieder.

Bleibt noch das Fundbüro im Polizeirevier von Funchal. Dort stehe ich nun vor dem Glaseingang. Der Polizeibeamte kehrt zurück, er tippt etwas in sein Smartphone, hält es mir hin. Eine Frauenstimme fragt mich auf Englisch, was ich wolle. "Ich will zum Fundbüro", antworte ich auf Englisch. Der Polizeibeamte verschwindet erneut. Ich warte vor dem Eingang.

Beim dritten Mal schlage ich dem Polizeibeamten vor, dass ich ihm das Fundbüro zeige, denn ich sei schon einmal dort gewesen. Danach lässt er mich noch länger vor dem Eingang warten. Schließlich schlägt er mir vor, es morgen noch einmal zu versuchen...