Donnerstag, 20. Mai 2021

Street Art

Die St.-Sebastian-Kirche

In Camara de Lobos: Von Charlie Chaplin bis zu Außerirdischen

Camara de Lobos ist ein idyllisches Fischerdorf auf Madeira. Zu einer gewissen Berühmtheit gelangte es, als der englische Premierminister Winston Churchill dort ein Bild von dem Ort malte. 

Auf dem Weg zum Hafen kam ich heute an bemerkenswerten Bildern von realen und erfundenen Persönlichkeiten vorbei.  Mein Spaziergang begann vor der St.-Sebastian-Kirche. 

Der Hafen.

Dieser freundliche
Herr begleitet uns.
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Auch sehenswert: Türen in der Altstadt von Funchal

Mittwoch, 19. Mai 2021

Alltägliches (XXVIII)

Fußgängerinnen und Fußgänger lieben Radwege

Die werden auf Madeira beim Straßen- und Wegebau oft vergessen: Radwege. Bei meinen Radtouren von Sao Martinho in die City von Funchal steht mir nur einer zur Verfügung. Und den muss ich auch noch teilen. Mit Frauen und Männern, die auf der Estrada Monumental  zu Fuß unterwegs sind, aber  von Fußwegen nichts halten. 

Die Zweiseitige.
Sie geht schön mittig, damit nicht nur Radfahrer, die von vorne, sondern auch Radfahrer, die von hinten kommen, auf den Fußweg ausweichen müssen.








Die Einseitige.
Sie ist eine eher entgegenkommende Fußgängerin.










Die Mehrseitigen.
Für diese Gruppe führen alle Wege in die City.  


Dienstag, 18. Mai 2021

Der Zarco und ich

Zwei wichtige Männer und ein Liebespaar

Zur Frühgeschichte von Madeira gehören zwei wichtige Männer. Vaz Teixeira habe ich bereits vorgestellt, Goncalves Zarco ist der Zweite. Als Heinrich der Seefahrer verantwortlich wurde für die Besiedlung und wirtschaftliche Entwicklung der Inselgruppe, kümmerte sich Teixeira um den Norden und Zarco um den Süden von Madeira. Deswegen steht Teixeiras Denkmal in Machico, Zarcos Denkmal in Funchal. 

Doch zur Frühgeschichte gehört auch eine Liebesgeschichte. Die habe ich gelesen, als ich in Estreito da Calheta bei einer niederländischen Malerin wohnte. Die Geschichte dieses Paares dürfte aber frei erfunden sein. Sie beginnt während der Regierungszeit von König Edward III (1327 bis 1377). Ein junger schottischer Ritter, der Robert Machim hieß (für möglich gehalten werden auch drei weitere Namen), verliebte sich in eine junge Frau aus dem Hochadel. Da sich Schotten und Engländer schon damals nicht grün waren, machte sich das Paar aus dem Staub und landete mit einem Schiff auf Madeira. Nach der Erkundung der Insel war das Schiff weg. Das Paar musste also bleiben und war demnach schon da, als Teixeira und Zarco erst noch kamen. Sie starb an Verzweiflung, er an Kummer über ihren Tod. Robert Machim wurde angeblich in Machico beerdigt. Der Ort trägt seinen Namen.

Um eine verlässlichere Geschichtsschreibung dürfte es sich bei dem Buch "History of Funchal" handeln, das 2017 im Verlag der Studentenvereinigung der Universität Madeira, Imprensa Académica, erschienen ist und bei www.wook.pt 22,21 Euro kostet.  Zum Inhalt heißt es: "Funchal, was the first city instituted by the Portuguese Crown in the vast domains of the Portuguese Empire during the Portuguese Discoveries. In the 16th century Funchal was established to meet the developments achieved through the blossoming sugar cane industry and had the short term objective of reorganising the territory discovered by the Portuguese. The city, settled in the 15th century, was seen as a cosmopolitan centre with many foreign communities, being also a port of call for fleets heading towards the South Atlantic. As the first experience in colonising uninhabited lands in the Atlantic, Funchal became a sort of model for Portuguese expansion. Within a short period of time, Funchal and its harbour emerged as the cosmopolitan and international gateway from Europe to the New World. This work by the acclaimed Portuguese historian Rui Carita considers five centuries of history of the city of Funchal and is the first university work translated into English."